Wenn es nach Kardamom und Anis riecht – Rullekes, auch Rullerkes, Neeijahrskook oder Krüllkoken werden sie je nach Region genannt. Ein ostfriesisches Gebäck, das traditionell zu unserem Tee zu Silvester und Neujahr gereicht wird. Für einen fulminanten und kulinarischen Start ins neue Jahr gibt es in Ostfriesland einfach nichts Besseres als Neujahrskuchen. Aber auch in der Vorweihnachtszeit wird fleißig diese Delikatesse gebacken und bei geselligen Treffen angeboten.
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Doch woher kommt diese Tradition?
Die Neujahrskuchen haben eine mehrere hundert Jahre alte Backtradition. Neujahrskuchen wurden, wie der Name schon sagt, um den Jahreswechsel, in den Monaten Dezember und Januar gebacken und gegessen. Damals gab es zu dieser Zeit auf den Höfen weniger Arbeit für Vieh und Feld. Somit konnte man sich im Haus Zeit fürs Backen nehmen. Die Neujahrskuchen wurden am Herdfeuer gebacken. Das Gebäck ist, da es so kross ist, sehr lange haltbar.
Dünne Waffel mit würziger Note
Auch heute noch werden die Neujahrskuchen gebacken. Sie werden häufig bezeichnet als Krüllkuchen, Krullerkes oder Rullekes. Die Bezeichnung „Kuchen“ ist jedoch nicht ganz zutreffend, denn es handelt sich bei den Neujahrskuchen vielmehr um dünn ausgebackene „Kekse“, die zu einer Waffel zusammengerollt werden. Ganz klassisch nach ostfriesischer Artverleihen Kardamom, Anis, Zimt & Kandiszucker den ostfriesischen Küchleinseine würzige Note.
Genießen kann man die Waffeln in verschiedenen Variationen: ob pur oder mit Schlagsahne, Eis, Eierlikör, Vanille- und oder Schokoladenpudding und vielem mehr. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
Von Melanie Freese
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